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lnes Heindl
1. Ohne Essen und Trinken kein Leben
Sir Toby: ...Does not our lives consist of the Four elements?
Sir Andrew: Faith, so they say, but I think it rather consists of
eating and drinking.
Sir Toby: Thou`rt a scholar; let us therefore eat and drink.
(Shakespeare, Twelfth night)
Ohne Nahrung kann auch der Mensch nicht leben. Essen und Trinken
gehören zu seinen natürlichen Grundbedürfnissen. In der
Menschheitsgeschichte standen die Beschaffung von Nahrung und
deren tägliche Sicherung stets im Mittelpunkt. Diese zentrale
Konstante "Ohne Nahrung kein körperliches Überleben" verleitete
die naturwissenschaftliche Ernährungsforschung, den menschlichen
Organismus als "Stoffwechselmaschine" für Atmung, Verdauung und
Ausscheidung zu untersuchen und darzustellen. Die Ergebnisse
führten in den vergangenen 50 Jahren zur wissenschaftlichen
Fundierung des Nährstoffbedarfs für den Menschen, auf dessen Basis
Empfehlungen für die tägliche Nährstoffzufuhr weltweit publiziert
wurden.
"Der Mensch in seiner Rolle als Essender und Trinkender ist aber
nicht nur ein physisches Objekt mit Respirations- und
Stoffwechselvorgängen, sondern zugleich ein genetisch einmalig
gestaltetes, psychisch höchst sensibles Individuum, das so gut wie
immer in zwischenmenschliche Beziehungen eingebunden ist" (Teuteberg
1995, Seite 323).
Von Geburt an stehen die psychosozialen Aspekte des Essens und
Trinkens im Vordergrund. Der Säugling verlangt durch sein Schreien
und Saugen nach Nahrung und erlebt die Mutter/Amme als Nährende,
die sich ihm zuwendet, aber auch Nahrung vorenthalten oder
entziehen kann. Nahrung beginnt auf diese Weise für Liebe, Nähe,
Wärme, Zuverlässigkeit, Sicherheit oder Frustration, Distanz,
Kälte, Unzuverlässigkeit, Unsicherheit und Ähnliches zu stehen.
Auf dieser Basis entwickelt sich jede spätere Verknüpfung von
positiven und negativen Gefühlen mit Speisen, Mahlzeiten,
einzelnen Lebensmitteln sowie damit verbunden erlebter sozialer
Atmosphäre.
"Die Mahlzeiten bildeten aber überall stets eine Quelle von Lust
und Leid, förderten die Gemeinschaft oder umgekehrt die
Individuation, waren Zeichen von Liebe und Hass, Integral von
Alltag und Festtag, fungierten als Erziehungsmittel. Niemals
erschöpfte sich Essen und Trinken in der bloßen Stillung von
kreatürlichen Hungergefühlen und einer Nährwertzufuhr" (Teuteberg
1995, Seite 325).
Die nachfolgenden Abschnitte des Kapitels Ernährung werden das
Essen, Trinken und Ernähren des Menschen von verschiedenen Seiten
betrachten, die nach der Verbindung zwischen natur- und
kulturwissenschaftlichen Aspekten suchen.
2. Stoffe aus der Nahrung für den gesunden Menschen
In Europa sind heute etwa die Hälfte aller frühzeitigen Todesfälle bei Männern und Frauen unter 65 Jahren auf Krankheiten zurückzuführen, zu deren Entstehung Ernährungsfehler beitragen. Koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall, viele Krebsformen, Mundkrankheiten, Anämie, Kropfbildung, Leberzirrhose, Diabetes, Gallensteine, Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Knochenerkrankungen bei alten Menschen beeinflussen wesentlich die medizinische Versorgung. Nach Aussage von Medizin und Ernährungswissenschaft sollten diese Leiden als verhütbar gelten, wenn auch bis heute ungeklärt bleibt, auf welche Weise Ernährungsmängel oder -exzesse zu den jeweiligen Erkrankungen führen ( vgl. James et al. 1990) .
Angesichts dieser Lage geben Organisationen, wie die FAO (Food and Agriculture Organization, Rom), Food and Nutrition Board, USA, und DGE {Deutsche Gesellschaft für Ernährung) seit mehr als 40 Jahren regelmäßig Empfehlungen für die tägliche Nährstoffzufuhr zur Gesunderhaltung des Menschen. Die Qualität der Fett-, Eiweißstoff- und Kohlenhydratversorgung, Ballaststoff-, Salz-, Cholesterin-, Fluoridmengen sowie Aussagen zu Alkoholkonsum, Jodmangel und Körpergewichtsberechnungen stehen im Mittelpunkt. Eine vergleichende Auswertung der Angaben in verschiedenen Ländern stellen die nachfolgenden mittelfristigen und langfristigen Nährstoffziele für Europa dar. Es wird deutlich, dass sich die Empfehlungen vor allem an die Nationen richten, die Probleme des Nahrungsmittelüberflusses zu lösen haben: die "richtige" Nahrungsauswahl bei einer Ernährungslage, die z.B. in der Bundesrepublik Deutschland seit mehr 20 Jahren als zu fett- und energiereich insgesamt, zu süß, zu salzig und ballaststoffarm beurteilt wird (Ist-Situation in Deutschland: ca. 40% der Gesamtenergie werden als Fett, 5-8% in Form von Alkohol, nicht mehr aIs 40% der Energielieferanten sind Kohlenhydratträger - bei zu hohem Zuckeranteil -, die restliche Energie liefern Eiweißstoffe - mehr als die Hälfte aus tierischen Lebensmitteln -; vgl. DGE 1996).
Die empfohlenen Werte orientieren sich in Europa und den Vereinigten Staaten an Risikofaktoren, die, durch die jeweiligen Hinweise, Nahrungsmangel oder -exzess und damit die o.g. chronischen Erkrankungen zu verhüten suchen. Im Mittelpunkt steht bis heute das Streben nach einer ausgeglichenen Energiebilanz (Energieaufnahme = Energieabgabe). Vermeidungsprinzipien, z.B. eines Übergewichts durch Überernährung, in dessen Folge veränderte Stoffwechselwerte (z.B. Fettstoffwechsel, diabetischer Stoffwechsel) auftreten können, leiten Konzepte der Nährstoffzusammenstellung von Kostformen.
Die weltweiten Bemühungen zur Verwirklichung der idealen Nährstoffziele greifen die Empfehlungen im Sinne der gesundheitlichen Prävention auf und setzen sie in ernährungspolitische Strategien um.
3. Ernährungslehren - Richtlinien und
Empfehlungsmodelle
Aufklärende Maßnahmen einer an Prävention orientierten Ernährungspolitik stützen
sich in erster Linie auf Informationen über die Risikofaktoren bei
Nahrungsmangel bzw. -exzess. Hinter diesen Maßnahmen stehen verschiedene Schulen
einer nährstoftbezogenen Ernährungslehre, die sich in den zentralen Aussagen
weltweit deutlich einander angenähert haben. Vergleichende Betrachtungen lassen
grundlegende Übereinstimmungen zwischen einer gesunden ("healthy diet") und
gesundheitsförderlichen ("healthful diet"), einer vollwertigen bzw.
Vollwert-Ernährung ("wholefood diet and cooking") erkennen.
Empfehlungen dieser Kostformen, es handelt sich überwiegend um vegetarische
Alternativen zur üblichen gemischten Kost tierischer und pflanzlicher Nahrung,
werden meist in Form von Lebensmitteln gegeben. Auch wenn nach
Leitzmann/Hoffmann (1996) Details der präventiven Wirkungen auf der Ebene der
Lebensmittel noch nicht vollständig geklärt sind bzw. kontrovers diskutiert
werden, ist im nationalen und internationalen Vergleich die nachfolgende
Lebensmittelauswahl als günstig einzustufen:
Langzeitvegetarierstudien (10 bis 20 Jahre) in
den USA und Europa belegen vielfach die gesunderhaltende Wirkung vegetarischer
Kostformen. Risikofaktoren chronischer Erkrankungen, die Prozessen der
Zivilisation zugeordnet werden, treten deutlich vermindert auf (vgl.
Leitzmann/Hoffmann 1996). Vor allem die positive Beeinflussung aller
Fettstoffwechselwerte (Prävention von Herz- und Gefäßkrankheiten) und des
Immunsystems (Krebsprävention) wird durch eine hohe Dichte essentieller
Nährstoffe in streng vegetarischen und lakto-vegetabilen Kostformen erreicht und
ist anerkannt. Die Vegetarierstudien weisen gleichzeitig darauf hin, dass die
positiven Auswirkungen der jeweiligen Ernährungsformen immer im Zusammenhang mit
der überwiegend gesünderen Lebensweise der Vegetarier zu betrachten sind (
alltägliche Bewegung, geringer Genussmittelkonsum, Stressbewältigungskonzepte) .
Die methodisch-didaktische Umsetzung von Richtlinien und Ernährungsempfehlungen
im Rahmen von Gesundheits- und Ernährungsberatung oder -erziehung bedient sich
weltweit verschiedener Modelle, die sich auf zwei Darstellungsformen
konzentrieren (Pyramiden und Kreisdiagramme). Wiederum ausgehend von
Lebensmitteln werden Lebensmittelgruppen zusammengefasst, aus denen der
Verbraucher auszuwählen aufgefordert wird. Dabei reichen die Hinweise für die
Auswahl von Orientierungshilfen bis zur Angabe von Portionen sowie Vorschlägen
zur Kombination, die pro Lebensmittelgruppe täglich, wöchentlich, monatlich oder
seltener verzehrt werden sollten. Beispiele verschiedener Länder belegen die
grundsätzlich übereinstimmenden Aussagen aus Sicht der Ernährungslehren.
Gleichzeitig scheinen jüngste Veröffentlichungen aktueller Modelle von
Leitlinien für Ernährungsempfehlungen auf die Bewahrung der kulturellen
Besonderheiten in Ländern und Regionen einzugehen.
So wird z.B. die traditionelle mediterrane Küche oft erwähnt, deren täglich
empfohlener Verzehr von frischem Gemüse und Obst, Getreide- und
Getreideprodukten, bis zu Oliven und Olivenöl die Grundlagen der regionalen
Küchen bilden. Gesundheitsexperten anderer europäischer Länder ziehen das Modell
der mediterranen Küchen gerne zum vorbildhaften Vergleich heran.
Die vergleichende Betrachtung der nationalen und internationalen Kreis- und
Pyramidenmodelle zeigt deutlich den Stellenwert der erhofften Prävention
chronischer Erkrankungen, die durch Empfehlungen gegen ein Zuviel, Zufett, Zusüß
und für ballaststoffreiche und nährstoffdichte Nahrung verhütet werden sollen.
Die allgemeine Kritik der Gesundheitsexperten hinsichtlich der Umsetzung von
Ernährungsempfehlungen richtet sich an die zugrunde liegenden statistischen
Erhebungen, die in vielen Ländern keine verlässlichen epidemiologischen Daten
für Bezüge zwischen Nahrungsmangel, -exzess, Erkrankungshäufigkeit und dem
Präventionsansatz vorweisen können (vergl. Simopoulos 1995).
4. Kostformen der Ernährung - ausgewogen,
vernünftig oder einfach gesund?
Gemischte Kostformen, alternative Kostformen, Kostformen zur Reduktion des
Körpergewichts, die Vielfalt der Erscheinungen dessen, was der Mensch auswählt,
isst und trinkt, spiegelt sich im Alltag wieder, in dessen Sprachgebrauch von
der vielfältigen und ausgewogenen, vernünftigen oder gesunden Ernährung
ausgegangen wird.
Die Auswertungen von Friebe (1997), Ergebnisse aus einem europaweiten Survey,
zeigen deutlich das Wissen der Bevölkerung über "gesunde" Ernährung, das, nach
Einschätzung der Experten, genügen müsste, um die erwähnten chronischen
Krankheiten zu verhüten. Neben konkreten Kenntnissen über Lebensmittel
definieren Verbraucher gesunde Ernährung als vielfältig und ausgewogen. Die
Ausgewogenheit zwischen den Stoffen aus der Nahrung bildet seit vielen Jahren
ein wichtiges Thema der Ernährungsaufklärung. Das Konzept stützt sich auf die
Annahme, dass die Vielfalt der Nahrungsmittel, im Vergleich zur einseitigen
Auswahl weniger Nahrungsmittel, vor einem Mangel schützt. Die Vermeidung von
Vitamin-, Protein- oder Mineralstoffmangelsymptomen gehört in Europa seit langem
nicht mehr zu den zentralen Ernährungsproblemen.
Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen "richtige Auswahl im Überfluss" lässt
sich mit der Suche nach Ausgewogenheit nicht lösen. Ein anderer, beliebter
Ausdruck in vielen Ländern ist der Begriff der vernünftigen Ernährung. Auch
dieser führt angesichts der vielen vernünftigen und unvernünftigen Gründe für
das Essen schnell an seine Grenzen. Das Appellieren an die Vernunft des Menschen
scheitert nicht selten selbst bei andauerndem Leidensdruck durch eine
ernährungsbedingte Krankheit, deren Behandlung sich auf eine spezielle Diät
stützt. Sich vernünftig ernähren zu sollen, klingt für die meisten Menschen nach
Verzicht und freudlosen Erinnerungen. Bleibt der Begriff der gesunden Ernährung:
gibt es die gesunde Ernährung für den Menschen überhaupt? Die bereits erwähnte
europäische Untersuchung (Friebe 1997) unterscheidet zwischen dem erwarteten
allgemeinen Nutzen und dem persönlichen Nutzen "gesunder" Ernährung und belegt
wiederum auf beiden Ebenen den beachtlichen Wissensstand in der deutschen
Bevölkerung, der die Präventionsansätze durch persönliche Einstellungen
bestätigt.
Individuelle Stoffwechsel- und Bedarfslagen, unterschiedliche Bekömmlichkeit,
Verträglichkeit und Verwertung sowie alltägliche Gewohnheiten, Vorlieben und
Abneigungen erzeugen unterschiedliche Bedürfnisse an Nahrung. Allgemeine
Empfehlungen einer gesunden Ernährung - wie z.B.: zu einem gesunden Frühstück
gehört ein Mehrkornmüsli oder täglich sollten 5 bis 7 Gemüse- und Obstportionen
verzehrt werden - berücksichtigen die komplexe Bedeutung der Nahrung für den
Menschen in seinen psychosozialen und ökonomischen Lebenslagen, den kulturellen
und historischen Bezügen nicht genügend. Insofern bestätigen die Ergebnisse von
Friebe (1997) den vielfach beklagten Graben zwischen Ernährungswissen und
Essverhalten im Alltag. Die positiven Folgen einer gesundheitsbezogenen
Ernährung sind durchaus bewusst und haben einen Höchststand der Kenntnisse nach
dem 2. Weltkrieg erreicht. Der entscheidende Prozess der entsprechenden
Handlungsorientierung im Alltag durch Veränderung der persönlichen Motivation
setzt jedoch nicht ein, oder ist je nach Lebenslage zeitlich begrenzt (vergl.
Friebe 1997).
Aus der Bildungs- und Beratungsarbeit zum Essen, Trinken und Ernähren in
pädagogischen und therapeutischen Berufsfeldern kommt eine weitere
Begrifflichkeit, die dem einzelnen Menschen angemessen erscheint. Betroffene
sprechen von der persönlich richtigen Ernährung, die ihnen Genuss, Freude,
Befriedigung und auch Gesundheit eröffnet. Herauszufinden, welche Nahrung
"richtig" ist im Alltag, zwischen Arbeit und Freizeit, Leistung und Erholung,
Bewegung und Ruhe, positiven und negativen Gefühlen, Alleinsein und in
Gemeinschaft sein, stellt sich als lebenslanger Prozess dar, der immer wieder
neu zu gestalten ist.
5. Kulturthema Essen - psychosoziale Aspekte
Ernährungslehren und ihre Vermittlungsmodelle lassen vermuten, dass die
aktuellen Problemlagen zur Ernährung, die zwischen den Polen "zuwenig"
(Mangelernährung und Hunger weltweit; gezügeltes Essverhalten, Magersucht und
Essbrechsucht in Industrieländern) und "zuviel" (Fett, Zucker, Salz, Alkohol,
Energie insgesamt in Überflussgesellschaften) liegen, durch die richtigen
Angebote und entsprechende Lebensmittelauswahlkriterien zu lösen seien.
Mangelndes bzw. exzessives Essen und Trinken werden dabei vorrangig als
kognitives Problem von Defiziten an Information behandelt, von den richtigen
Kenntnissen und entsprechendem Wissen werden Motivation und Auslöser für ein
besseres Handeln und Verhalten des essenden Menschen erwartet. Diese Bezüge
wurden bis in die jüngste Zeit von Studien widerlegt (u.a. Friebe 1997, Gölz
1997).
Auf der Suche nach Antworten auf Fragen zum Verstehen des menschlichen
Essverhaltens endet an dieser Stelle die vorrangig naturwissenschaftliche
Betrachtung von Essen, Trinken und Ernähren. Wie schon die Eingangszitate von
Teuteberg zeigten, verknüpft sich im Ess- und Ernährungsverhalten des Menschen
das Was gegessen wird immer mit dem Wann, Wie und Warum, mit Situationen und
sozialer Atmosphäre, mit Emotionen und lebensgeschichtlicher Erfahrung. Diese
Aspekte sind nicht nur im einzelnen Menschen selbst begründet, sie hängen ab von
dinglich-materiellen und mitmenschlichen Gegebenheiten, die bei näherer
Betrachtungsweise das tägliche Essen und Trinken als hochkomplexes System
erscheinen lassen, eingebunden in soziale Regularien und Normen, die mit
Verhaltensmustern anderer Lebensgebiete in Beziehung stehen. "Die Nahrung
summiert und transmittiert, was mit ihrem originären (natürlichen) Zweck nichts
mehr zu tun hat, bestimmte Lebenssituationen" (Teuteberg 1995, Seite 323).
Innerhalb der Sozialisation des Menschen gestaltet sich das Hineinwachsen in
Gemeinschaften, die Aneignung der naturgegebenen, ererbten, psychischen und
soziokulturellen Zusammenhänge über Interaktions- und Kommunikationsprozesse,
deren Mittel Tag für Tag auch die Nahrungsmittel sind. Das Beruhigende der
Schokolade; die Anregung durch Alkohol beim Abendessen mit Gästen; die
regelmäßigen kommunikativen Mahl-"Zeiten", zu denen sich alle Mitglieder der
Familie am Tisch trafen. Neben angenehmen Erlebnissen, verknüpft mit Nahrung,
gibt es auch unangenehme Erinnerungen: der Würgereiz beim Geruch von fettem
Fleisch, das in der Kindheit aufgegessen werden musste; Ekel beim Anblick von
Milchsuppe zum Frühstück; das Ablehnen des gemeinsamen Frühstücks, da während
der Schulzeit schon morgens am Frühstückstisch gestritten wurde. Jeder Mensch
nutzt Nahrung als Kommunikationsmittel, bewusst oder unbewusst teilen wir uns
mit über das, was wir essen und wie wir essen: wir suchen Ruhe, Gespräch, Nähe,
Distanz, Bestätigung, Ablenkung usw., deren Ausdruck sich in Vorlieben und
Abneigungen widerspiegeln. Das Speisen ist oft ein Vorgang, der sich nach dem
vollzogenen Akt autonom am Leben erhält, wenn dieser längst beendet ist.
Mahlzeiten signalisieren und ersetzen menschliche Verhaltensweisen, die sich auf
ganz anderen Lebensgebieten abspielen (vergl. Teuteberg 1995). Teuteberg wagt
sogar die These, "dass letztlich alle Lebenssphären des Menschen durch die
Nahrungsgewohnheiten verbunden sind".
Menschen in ihren essenden und trinkenden Lebenslagen zu verstehen, heißt, über
die Konstanz der physischen Bedürfnisse hinaus, die soziokulturellen
Zusammenhänge seiner "imitatorischen" und "schöpferischen" Aneignung (Teuteberg
1995, Seite 323) der Esswelt zum Forschungsgegenstand zu machen, als Kulturthema
Essen und Trinken. In jüngerer Zeit widmen sich Vertreterinnen und Vertreter der
Natur-, Geistes- und Kulturwissenschaften der Suche nach einer integrierenden
Verknüpfung dieser Bereiche (vergl. Werlacher et al. 1993). Gerhard Neumann
(1993) zeichnet in dieser Publikation Umrisse einer Kulturwissenschaft des
Essens, indem er der Aussage Sartres folgt: "Jede Nahrung ist ein Symbol".
6. Der soziale und psychische
Symbolgehalt der Nahrung
(verändert nach: Teuteberg 1995, S. 323)
Für den kommunikativen Symbolgehalt der menschlichen Ernährung gibt es
Kategorisierungsversuche, die hier zusammengefasst werden:
Prestigeprodukte
Die Nahrungsmittel werden primär als personale Attribute empfunden. Sie dienen
exhibitionistischen Schaueffekten und sollen eine gesellschaftlich elitäre
Position bzw. Abhängigkeit unterstreichen (z.B. Kaviar und Champagner).
Statusprodukte
Die Nahrungsmittel dienen zur soziokulturellen Identifikation. Sie sollen
Gruppenkonformität und Solidarität demonstrieren sowie die Assimilation in einer
Gruppe erleichtern (z.B. verschiedene "Küchen": Italiens und Frankreichs).
Fetisch- und Sicherheitsprodukte
Die Nahrungsmittel werden in besonderen Stresszuständen zur Erreichung
emotionaler Beruhigung ähnlich wie Medikamente eingenommen. Man glaubt, ohne sie
nicht auskommen zu können (z.B. Schokolade, Alkohol). Sie dienen der
Ich-Verteidigung oder Ich-Stärkung und haben manchmal magisch-religiösen
Charakter. Hierzu gehört ebenfalls die Diät für Kranke, Kinder und Schwangere.
Hedonistische Produkte
Die Nahrungsmittel werden zur Lustmaximierung konsumiert, vor allem wegen ihres
Geschmacks, Geruchs und Aussehens, was meistens situationsgebunden ist. Man
belohnt damit eigenes Verhalten und demonstriert Gemütsverfassungen, Vergnügen
und Kommunikation (z.B. Pralinen, Kuchen zu besonderen Anlässen, Cocktails).
Nur-funktionelle Produkte
Die Nahrungsmittel dienen nur als Nährstoff- und Kalorienlieferanten. Als
Grundnahrungsmittel haben sie keinen soziokulturellen Sinngehalt und sind
symbolneutral (z.B. Kartoffeln, Brot, Milch).
Angesichts dieser alle Lebensbereiche des Menschen umfassenden Symbolik von
Nahrung, Essen und Trinken muss um so dringlicher die Forderung erhoben werden,
die Nahrung und die mit ihr verknüpften sozialen Vorgänge als ein psychosoziales
Phänomen ersten Ranges zu bestimmen, damit als Kulturthema aufzufassen und einer
systematischen interdisziplinären Erforschung zugänglich zu machen (vergl.
Neumann 1993).
Eine angemessene Behandlung des Kulturthemas Essen ruht nach Neumann (vergl.
1993, Seite 391/392) auf vier Säulen:
Jedes Essverhalten, einschließlich
der gestörten Formen, verändert sich im Licht soziokultureller Betrachtungen.
Ernährungsstile und Körperbilder eröffnen geeignete integrierende Ansätze zur
Verbindung von Natur- und Kulturverständnis. Seit Ende der 60er Jahre werden
schlanke Körperbilder von Männern und Frauen als attraktiv angesehen. Über
Ernährungsstile gezügelten Essverhaltens (flexibel oder rigide gestaltet)
versuchen vor allem Frauen den eigenen Körper den schlanken Vorbildern
anzupassen und entsprechend zu formen. Der menschliche Körper, der auf diese
Weise als gesellschaftliches Instrument, vereinheitlicht im Spiel von
Idealisierung und Sublimierung, persönliche Gestalt verliert, bis zur
Vernichtung seiner biologischen Qualität. Das Verstehen dieser Zusammenhänge
korrigiert die auf schlanke Körper zielenden Nährstoffziele und fordert den
menschlichen Körper als Substrat aller kulturellen Vorgänge heraus.
Die verschiedenen Kulturen eines zusammenwachsenden Europas lassen sich
unmittelbar in den typischen Küchen nachvollziehen. Der Geschmack der fremden
Küche öffnet für Unbekanntes und Neues, hilft aber gleichzeitig, durch
Abgrenzung das Eigene zu bewahren. Übertragen auf Körperbilder und den gesunden
Körper heißt das, durch die Nahrung das eigene innere Körperbild zu entwickeln,
das in seiner Eigenart, ob groß oder klein, dick oder dünn, die Vielfalt der
Kulturen repräsentiert und damit zum Leben berechtigt ist.
7. Tatort Küchen - alltägliche
Essgewohnheiten
Essen und Trinken ereignen sich im Alltag. Aktivität und Erfahrung der
alltäglichen Nahrungsbedürfnisse und deren Befriedigung geschehen regelmäßig,
teilweise geplant, meist automatisch und unreflektiert. Sich wiederholende
Abläufe der Nahrungsbeschaffung, -verarbeitung bis zum Verzehr bilden dabei
Gewohnheiten heraus, die sich in Vorlieben und Abneigungen äußern und zu den
stabilsten Verhaltensweisen des Menschen gehören. Angeborene Körperfunktionen
und angeeignete Verhaltensmuster steuern die Gewohnheitsbildung von Präferenz,
Auswahl und Mögen. Es gibt besondere Orte im menschlichen Essalltag, die im
Mittelpunkt entwickelter und praktizierter Gewohnheit stehen: Küchen. Für
Neumann tritt das kulturelle System Küche zwischen das Bedürfnis nach Nahrung
und seine, auch gewohnheitsmäßige, Befriedigung (vergl. 1996, Seite 387). Die
ländliche Küche war in der Geschichte der Menschheit, seit ihrer Existenz,
Zentrum des Hauses und Lebensalltags: Feuerstelle, Kochstelle, Essplatz,
Arbeitsplatz, Ort der Kommunikation einer Lebensgemeinschaft.
Küchen in der Nachkriegszeit entwickelten sich zunächst durch den amerikanischen
Einfluss der Einbauküchen zu reinen Funktionsräumen, die in einem Küchendesign
gipfelten, das, durch technische Perfektion, Sauberkeit und Hygiene, Kühle,
Leere und Leblosigkeit vermittelten.
Küchendarstellungen in Zeitschriften, Katalogen und Prospekten präsentierten
Räume ohne Menschen, wenn überhaupt wurden einzelne Personen, in ihrer Funktion
als Hausmann oder -frau abgebildet. Alltagsleben schien sich in diesen Küchen
nicht abzuspielen. In jüngerer Zeit zeichnet sich ein Wandel ab, der die Küche
wieder zur Wohnküche gestaltet. Küchenplanungen berücksichtigen, neben den
technischen Funktionen für Kochen und Reinigung, Wohnbedürfnisse für das
Zusammenleben der Mitglieder einer Gemeinschaft, die reine Funktionsräume nicht
erfüllen können. Küchendesigner sprechen von diesen Küchen als "dem Mittelpunkt
der Wohnung" (Conran 1994).
Über die Bedeutung der Küchen als Orte in Häusern und Wohnungen hinaus,
entwickelt der Geschmack jeder Gesellschaft kulturelle Besonderheiten und
Typisches an Speisen und Gerichten. Der Reichtum an Gemüse- und Obstarten, die
ganzjährig zur Verfügung stehen, bestimmt die "Küchen" Griechenlands, Italiens
und Spaniens. Es wird länderbezogen von den italienischen, französischen und
spanischen Küchen gesprochen, aber auch vom Typischen der regionalen Küchen,
z.B. in der Toskana (Rezepte mit frischen Tomaten), in Schottland (Hafer und
Porridge) oder Schleswig-Holstein (Buchweizengrütze). Alltags- und
Festtagsgebräuche sind schon immer von Generation zu Generation weitergegeben
worden, zunächst von Mund zu Mund, später festgehalten in Niederschriften, heute
in Form von Kochbüchern.
Küchen, so Nietzsche, sind "Offenbarungen über Kulturen" (nach Neumann 1996).
Der mächtige Gewürzappetit der feinen Leute im Mittelalter offenbarte die
Sehnsucht nach dem Paradies, denn kein mittelalterlicher Autor konnte sich das
Paradies vorstellen, ohne Gewürze zu riechen oder zu schmecken. Gewürze waren
Statussymbole der herrschenden Klasse, Zeichen von Macht, die ausgestellt und
dann einverleibt wurden. Schivelbusch (1998) berichtet in seiner Geschichte der
Genussmittel von Küchen und Kulturen, die im Gebrauch von Gewürzen, Alkohol,
Kaffee, Tee, Kakao und Tabak wichtige Ausdrucksformen fanden und bis heute
bewahrt haben. Die Bedeutung des Alkohols als Nahrungs- und Genussmittel im
Mittelalter ("Dumpfheit des Mittelalters") wurde vom Kaffee, als dem "großen
Ernüchterer" abgelöst (vergl. Schivelbusch 1988), Genussmittel, wie Tee, Kakao,
Tabak, Zucker und Drogen folgten. "Die Vorgänge, die die Genussmittel im
menschlichen Organismus bewirken, vollenden sozusagen chemisch, was geistig,
kulturell und politisch schon vorher angelegt war. Die allmorgendliche Tasse
Kaffee und der kleine Alkoholrausch am Samstagabend binden das Individuum um so
wirkungsvoller ins allgemeine Leben ein, als sie ihm Spaß machen" (Schivelbusch
1988, Seite 11/12).
Essgewohnheiten im Alltag, Ernährungsstile und die dazugehörigen Küchen stellen
sich heute vielfältig dar: gesunderhaltende, schnelle und unkomplizierte sowie
kulinarisch anspruchsvolle Gerichte weisen Trends in Richtung vollwertige
Ernährung, Convenience- und Gourmetprodukte. Wenn Vorlieben für Fast Food,
verschiedene Küchen oder vegetarische Kostformen in der Vergangenheit von
Personen und Gruppen als alleinige Ernähungsstile praktiziert wurden, so sagen
Trendberichte für die Zeit nach der Jahrtausendwende voraus, dass in Zukunft
verschiedene Stile von einer Person gelebt werden. Schnelle Gerichte aus
Lebensmitteln hoher Genuss- und Gesundheitsqualität, im Alltag mit möglichst
wenig Zeit für das Kochen verbunden, scheinen die Auswahlkriterien der Zukunft
zu bestimmen (vergl. Oberritter 1997). Verschiedene Ernährungsstile in einer
Person offenbaren die Vielfältigkeit der Kulturen, die der einzelne Mensch in
sich vereinbaren muss. Diese Ausdrucksformen zusammenwachsender Kulturen werden
mit der historischen Tradition der persönlichen Essgeschichte im einzelnen
Menschen konkurrieren.
8. Zur persönlich richtigen Ernährung finden
-
Anregungen für die gesundheitsbildnerische Arbeit
Wenn Essen, Trinken und Ernähren Leben und Gesundheit grundlegend bedingen und
beeinflussen, die gesamtgesellschaftliche Lage, im Unvermögen des Handelns
zwischen Ernährungswissen und alltäglichem Essverhalten, die Gegensätzlichkeit
von natürlichem Essbedürfnis, soziokulturellen Symbol- und
Kommunikationsfunktionen der Nahrung, ernährungswissenschaftlichen und
medizinischen Lösungsansprüchen offen legt, so kommt dem Themenschwerpunkt
Ernährung innerhalb der Gesundheitsbildung ein besonderer Stellenwert zu.
Seit 1983 entwickeln Vertreterinnen und Vertreter verschiedener
fachwissenschaftlicher Disziplinen (u.a. Biologie, Ernährungswissenschaft,
Medizin, Erziehungswissenschaft, Sport/Bewegung, Textillehre) der
Bildungswissenschaftlichen Hochschule Flensburg, Universität, im Rahmen
hochschulischer Aus-, Fort- und Weiterbildung ein Konzept der
Gesundheitsbildung, das, dem Begriffsverständnis der Gesundheitsförderung (WHO
1986) verpflichtet, der Vermittlung eines interdisziplinären,
naturwissenschaftlichen und soziokulturellen Verständnisses von Gesundheit
dienen soll. Das Themenmodell "Essen, Trinken und Ernähren" eröffnet
Studierenden, über den individuellen Alltagsbezug von Essgewohnheiten, Vorlieben
und Abneigungen, Wege zur persönlich richtigen Ernährung zu finden. Der Lernweg
führt über drei Stufen:
Heindl et al. (1994; 1996) geben weitere Anregungen zur inhaltlichen und
methodisch-didaktischen Gestaltung des Themenfelds. Der Selbsterfahrungsbezug
zum Essen, Trinken und Ernähren bildet den Ausgangspunkt für die Verarbeitung
wissenschaftlicher Erkenntnis des Zusammenhangs von Ernährung und Gesundheit.
Das hochschulische Lernen konzentriert sich dann auf Forschungsfelder, die
Ernährung und Gesundheit des Menschen behandeln und bereitet auf entsprechende
Berufsfelder vor. Die Ausbildung bewegt sich vom Personenbezug zum Lernen von
Gruppen und Institutionen, wie es die Handlungsebenen der Ottawa-Charter der
Gesundheitsförderung (WHO 1986) forderten und durch die Jakarta-Deklaration (WHO
1997) bestätigt und erweitert wurde. Dieser Lernweg, der beim Selbstverstehen
alltäglichen Ess-, Bewegungs-, Umwelt- und Mitweltverhaltens beginnt, mag für
eine Universität ungewöhnlich sein, jedoch bestätigen 15 Jahre Erfahrung und
Evaluation, dass Gesundheitsbildung von der Betroffenheit und
Selbstverantwortung des einzelnen Menschen zum verantwortungsvollen Handeln
sozialer Systeme und Organisationen führen muss.
Im Rahmen der Flensburger Entwicklungen zur Gesundheitsbildung ist das
nachfolgende Modell entstanden, das naturwissenschaftliche Erkenntnisse der
Ernährung, psychosoziale und soziokulturelle Aspekte des Essens und Trinkens
miteinander verknüpft und methodisch-didaktische Hinweise für die
Konzeptentwicklung gesundheitsbildnerischer Arbeit gibt. Das Modell kann als
Planungs-, Begleitungs- und Evaluationsinstrument im Vermittlungsprozess
herangezogen werden.
Im Zentrum steht der einzelne Mensch, der, seine persönlichen Fähigkeiten und
Fertigkeiten (»sources«) suchend, zu seiner Entwicklung Ressourcen und Mittel (»
resources«) benötigt, die soziokultureller Herkunft sind.
Bei der Umsetzung dieses Modells können Themenschwerpunkte ausgetauscht, das
methodische Vorgehen übertragen werden. Folgende Qualifizierungsebenen im Rahmen
der Gesundheitsbildung werden sichtbar:
Wenn, stellvertretend für andere Themenfelder der Gesundheit, persönlich
richtiges Essen und Trinken im Alltag sich nicht durch die Umsetzung von
disziplinär vermittelten Erkenntnissen verwirklicht, so zeigt die
Auseinandersetzung mit interdisziplinären Konzepten, dass erfolgreiches
Gesundheitshandeln eine "Könnensstruktur" (Homfeldt/Schulz 11996) im einzelnen
Menschen, in Gruppen und Organisationen voraussetzt, die Ebenen der Wahrnehmung
und des Verstehens von Alltagsrealität, der Verarbeitung und Reflexion von
Information und Erkenntnis, der Gestaltungs- und Handlungsfähigkeit umfasst. Für
die Entwicklung und Aneignung dieser Könnenstruktur werden Vermittler benötigt,
die eine pädagogische Ausbildung in der Gesundheitsförderung entsprechend dem
dargestellten Ausbildungskonzept erfahren haben. Eine Befähigung zur Gesundheit
ist nicht lehrbar, sondern nur lernbar im Sinne einer Ausbildung, die die
Lernenden/Studierenden persönlich fordert und fördert (vergl. Homfeldt/Schulz
1996; Blättner 1998).
In diesem Lernprozess wird das persönlich richtige Essen, Trinken, Bewegen,
Umwelt- und Mitweltverhalten schließlich nicht mehr das Ergebnis von "Disziplin"
und Kontrolle sein, die der Verstand dominiert. Es wird Ausdruck eines
Selbstverständnissen von Menschen, Organisationen und Institutionen sein, das
Richtige wie selbstverständlich zu tun.
Literatur
Blättner, B.: Gesundheit lässt sich nicht
lehren, Bad Heilbrunn 1998
Conran, T: Küchendesign, Köln 1994
DGE - Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Empfehlungen für die
Nährstoffzufuhr, Frankfurt 1991
DGE -Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ernährungsbericht 1996,
Frankfurt 1996
Friebe, D.: Einstellungen der deutschen Bevölkerung zu Lebensmitteln,
Ernährung und Gesundheit - Ergebnisse aus einem EU-Survey (Teil 1 u. 2),
Ernährungs-Umschau, 1997, Heft 6: Seite 206-213 und Heft 7: Seite 260-264
Gölz, C.: Gesundheitspsychologie - Neue Aspekte zur Erklärung des
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Heindl, I.: Essen und Trinken, alltägliches Verhalten und Wohlbefinden,
in: H. G. Homfeldt: Anleitungsbuch zur Gesundheitsbildung,
Baltmannsweiler 1994
Heindl, I./M. RüthlE. Wilke: "Loch im Bauch" - Biographische Aspekte von
Essen, Trinken und Ernährung, in: W. Schulz: Lebensgeschichten und
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Baltmannsweiler 1996
Homfeldt, H. G./W Schulz: Strukturelemente für eine pädagogische
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Lebensgeschichten und Lernwege - Anregungen und Reflexionen zu biographischen
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Oberritter, H.: Trends in der Ernährung - Was essen wir im Jahr 2000?,
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Quelle: Gesundheit - Strukturen und Handlungsfelder
Loseblattwerk der Bundesvereinigung für Gesundheit e.V. (Hrsg.)