Gebündelte Energie in Kombination mit hochwertigem Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen rettete in den vergangenen Jahrhunderten Millionen Menschen vor dem Hungerstod. Weil die Kartoffel so wertvoll ist, dass sie "die Armen" vollwertig ernähren konnte, wurde sie fälschlicherweise als Arme-Leute-Essen verschrien und nach den "schlechten Zeiten" in den Keller verbannt.

Pellkartoffeln, Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelgratin und Kartoffelpürree erobern mittlerweile jedoch wieder die Speisepläne der Gastronomen als auch den heimischen Herd. Sogar Kartoffelrestaurants erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Für Kinder stehen knusprige Pommes Frittes nach wie vor auf der Beliebtheitsskala weit oben. Wenn sie ordnungsgemäß frittiert werden, liegt ihr Fettgehalt nicht höher als der eines gut geschmierten Butterbrotes.

Ob die Kartoffel geschält oder ungeschält gegessen werden sollte, hängt von ihrem Alter ab. Junge Kartoffeln kann man ohne weiteres gekocht mit der (gut geschrubbten) Schale verzehren. Ältere Kartoffeln sollte man immer schälen, denn in der Schale reichert sich während der Lagerung Solanin an. Solanin ist das Glykoalkaloid, mit dem sich die Kartoffel vor Pflanzenschädlingen schützt. In höheren Mengen ist es auch für den Menschen gesundheitsgefährdend. Bester Schutz davor ist, alte Kartoffeln immer zu schälen und alle grünen Stellen sorgfältig zu entfernen.

Hausmittel

  • Ein Kartoffelsack mit gedämpften, noch warmen und zerdrückten Pellkartoffeln auf die Brust gelegt, gilt als Hausmittel gegen Husten und Bronchitis.
  • Gekochte, gesalzene Kartoffeln wirken heilend nach Magen-Darm-Infekten.
  • Die Naturheilkunde nutzt die krampflösende Wirkung des Kartoffelsaftes

    Autorin: Brigitte Neumann