Wasser - Quelle des Lebens

Der menschliche Körper besteht zum größten Teil aus Wasser. 65 Prozent sind es beim Erwachsenen, beim Baby etwas mehr, beim älteren Menschen etwas weniger. Dieses Wasser befindet sich fast überall: zu zwei Dritteln in den Zellen und zu einem Drittel außerhalb der Zellen. Es wird verbraucht – und muss deshalb regelmäßig erneuert werden. Trinken wir zu wenig, dann verlieren die Zellen Wasser und es verlangsamen sich ihre Funktionen.

Denn alle Nährstoffe werden über das Wasser in die Zellen hinein- und die Abbaustoffe hinaustransportiert. Auch der Bluttransport verläuft bei Wassermangel zäher. Damit funktionieren beispielsweise die Denkprozesse langsamer, denn die Gehirnflüssigkeit besitzt mit 99 Prozent den höchsten Wasseranteil, weshalb empfohlen wird, alle zwei Stunden ein Glas Wasser zu trinken.

Wie viel muss man denn überhaupt trinken, fragen sich viele Menschen? Natürlich die Menge, die wir verlieren und das ist nicht wenig. Der Wasserverlust beträgt pro Tag rund: 1.500 ml Harnausscheidung, 100 ml Stuhlgang, 900 ml Atmung. Dies sind 2.500 ml pro Tag. Einen Teil davon nehmen wir durch das Essen wieder auf, ein kleiner Teil wird durch Stoffwechselvorgänge innerhalb des Körpers gewonnen. Den Rest müssen wir nachtrinken - das sind pro Tag mindestens 1,5 Liter, bei heißen Temperaturen und bei sportlichen Aktivitäten können es ruhig 3 Liter sein. Durch zu wenig Wasseraufnahme kann es zu Kreislaufstörungen, auch apathischen Erscheinungen bis hin zu Delirium, Ohnmacht, Koma und gar Tod kommen. Insgesamt trinken wir im Laufe unseres Lebens ungefähr 25.000 bis 35.000 Liter. Bei dieser Menge ist es natürlich gut zu wissen, welches Wasser wirklich das richtige für die Gesundheit ist.

Bei der Wahl des richtigen Wassers muss man auf zwei oder drei Dinge achten: 1. Sauberkeit, 2. Mineralstoffgehalt und – evtl. – 3. Energiegehalt oder Lebendigkeit des Wassers.

1. Sauberkeit: 

Trinkwasser muss frei von Krankheitserregern, genusstauglich und rein sein, schreibt der Gesetzgeber vor. Aber – immer noch – gehört unser Trinkwasser in Deutschland zu den hygienisch reinsten auf der Welt. Es ist nach dem Urteil der Deutschen Gesellschaft für Ernährung auch als Durstlöscher gut geeignet. Wir können das Wasser trinken, ohne beispielsweise zusätzlich einen Wasserfilter zu benutzen. Hiervon ausgenommen ist Leitungswasser aus Häusern mit den früher üblichen Bleirohren. Hier gelangen regelmäßig kleine Bleimengen in das Trinkwasser. Dies beeinträchtigt vor allem die Blutbildung und Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern. Betroffenen Bewohnern wird geraten, das stehende Leitungswasser erst ablaufen zu lassen, bevor man es trinkt.

Auch Kupferrohre sind nicht immer optimal. Denn bei der Kombination von sehr kalkhaltigem Wasser und niedrigem pH-Wert lösen sich verstärkt Kupferionen heraus, was mit Leberschäden bei Säuglingen in Verbindung gebracht wird. Das technische Regelwerk schränkt daher die Verwendung von Kupferrohren für Wasser mit einem pH-Wert unter 7,0 ein. Besser sind hier innen verzinnte Kupferrohre. Tischfilter mit Ionenaustauscher-Kartuschen können die Kupferkonzentration verringern.

Weiterhin gibt es im Trinkwasser oftmals geruchs- und geschmacksstörende Stoffe, die entweder natürlichen Ursprungs sind (Eisen, Huminstoffe, Geosmin) oder vom Menschen geschaffen bzw. beeinflusst wurden (Phenole, Chlor). Diese Stoffe liegen aber in Deutschland in keiner gesundheitsgefährdenden Konzentration vor.

2. Mineralstoffgehalt: 

In jedem Bereich des Stoffwechsels brauchen wir Mineralstoffe. Diese können wir auch mit Mineral- oder Heilwässern zu uns nehmen, vor allem nach schweißtreibendem Sport. Für Menschen mit Osteoporose eignen sich Mineralwässer mit >150 mg Calcium/l.

3. Lebendiges Wasser: 

Mit dem Begriff Wasserbelebung wird die biophysikalische Nachbehandlung von Leitungswasser umschrieben. Die Naturheilkunde geht davon aus, dass normales Leitungswasser nicht mehr viel mit unberührtem Quellwasser zu tun hat, da es von den Stadtwerken bearbeitet wurde und durch Leitungen geflossen ist. Es heißt, das Wasser habe dadurch schädliche Informationen aufgenommen. Fotos von kristallisiertem Wasser des Japaners Masaru Emoto zeigen tatsächlich strukturelle Unterschiede zwischen Leitungs- und Quellwasser. Mit einer Wasserbelebung soll das Wasser in den Naturzustand zurückgeführt werden. Dies geschieht mit elektromagnetischen Verfahren, durch Verwirbelung (vergleichbar dem Verschütteln in der Homöopathie), Belichtung oder auch den Zusatz natürlicher Substanzen wie z. B. Quarz oder Kieselerde. Auch wenn die Auswirkung auf die Gesundheit nicht bewiesen ist: schädlich ist das nicht, und belebtes Wasser schmeckt tatsächlich spürbar besser.

 

16. bis 30. Juni 2007 Aktualisiert am 25.2.2011

© Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) 

Text: Dr. Beatrice Wagner, Redaktion: Birgit Kahl