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Unsere Haut - Schutzmantel des Körpers

Guten Tag, meine Damen und Herren, hier ist das Gesundheitstelefon der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. In unserer heutigen Ansage informieren wir Sie zum Thema: "Unsere Haut - Schutzmantel des Körpers" informieren.

Unsere Haut erfüllt vielseitige Aufgaben. Ohne sie könnten wir nicht existieren. Als Barriere zwischen innen und außen entscheidet sie, was in unseren Körper eindringen kann und was ihn verlässt. Als "Spiegel der Seele" zeigt sie aber auch, wie wir uns fühlen.

Die Haut - ein vielseitiges Organ

Die Haut ist unser größtes Organ. Sie macht rund 15 Prozent des Körpergewichtes aus und ist durchschnittlich 8 mm dick. Besonders dick ist sie beispielsweise an der Ferse, äußerst dünn an der Lippe. Ausgebreitet ergäbe sie eine Fläche von bis zu zwei Quadratmeter. Sie ist elastisch und zäh, geschmeidig und glatt. Sie ist über ihrer Unterlage verschiebbar, so dass sich Muskeln, Sehnen und Gelenke leicht bewegen können. Die Haut besteht aus drei Schichten mit unterschiedlichem Bau und verteilten Aufgaben.

Die Oberhaut ist etwa so dünn wie eine Buchseite. Ihre äußere Schicht, die Hornschicht, besteht aus abgestorbenen, verhornten Zellen, die ständig abgestoßen und von der darunter liegenden Keimschicht ersetzt werden. Unbemerkt erneuert sich so unsere Haut im Verlauf von etwa 4 bis 6 Wochen. Unter der Oberhaut liegen die Lederhaut aus zähem Bindegewebe und die Unterhaut mit isolierendem Fettgewebe. In ihnen liegen Haare, Schweiß- und Talgdrüsen, zahlreiche Adern sowie eine Vielzahl von Sinneskörperchen und Nerven.

Die Haut hat vielfältige Aufgaben

Die Haut ist, unverletzt, eine schützende Barriere gegen Schmutz und Krankheitserreger. Farbstoffe, genannt Pigmente, in der Oberhaut schützen den Körper vor Verbrennungen durch Sonnenstrahlen. Talgdrüsen fetten die Hornhaut und die Haare. Schweißdrüsen geben einen leicht sauren Schweiß ab, der Bakterien abtötet, Infektionen verhindert und durch seine Verdunstung für Abkühlung sorgt.

Die Haut ist außerdem ein Sinnesorgan mit vielfältigen Leistungen: Wärme- und Kältekörperchen reagieren auf Temperaturunterschiede. An den Fingerspitzen befinden sich etwa 50 Tastpunkte pro Quadratzentimeter freie Nervenendigungen. Bis zu 200 Quadratzentimeter sind für die Registrierung des Schmerzes zuständig.

Haut ist nicht gleich Haut

Nicht alle Menschen haben dieselbe Haut. Die Medizin unterscheidet zwischen normaler, fettiger und trockener Haut.

• Die normale Haut fühlt sich glatt und geschmeidig an. Sie ist rosig, also gut durchblutet, und wirkt frisch. Um so zu bleiben, muss sie vorsichtig gereinigt und ausreichend gepflegt werden.

• Die fettige Haut entsteht durch eine verstärkte Talgproduktion. Sie glänzt ölig, zeigt große Poren und ist gegen äußere Einwirkungen widerstandsfähig. Zu diesem Erscheinungsbild gehören auch fettige Haare und Hautunreinheiten wie Mitesser und Pickel. Die sogenannte "Mischhaut" ist eine Sonderform der fettigen Haut. Sie darf deshalb nicht mit stark fettenden Cremes gepflegt werden.

• Die trockene Haut ist rau, spröde, vielleicht sogar leicht rissig. In extremen Fällen kann sie jucken und abschuppen. Sie reagiert vor allem auf Temperaturunterschiede sehr empfindlich. Wer trockene Haut hat, sollte darauf achten, sie nicht noch mehr auszutrocknen, und ihr regelmäßig Feuchtigkeit und Fett von außen zukommen lassen. Sonst besteht die Gefahr, dass sich ein Austrocknungsekzem bildet. Neben der Vererbung können noch andere Faktoren, wie beispielsweise der Alterungsprozess, zu einer trockenen Haut führen. Es ist ganz normal, dass die Talgproduktion im Laufe des Lebens nachlässt. In den meisten Fällen ist häufiges Waschen mit scharfen Seifen Ursache für eine Austrocknung.

Reinigung und Pflege

Die Haut bleibt nur gesund, wenn sie regelmäßig gereinigt wird. Übertreiben Sie es aber bitte nicht, zuviel des Guten schadet nämlich! Warmes Wasser ist immer noch das beste Mittel, um den Hauttalg zu beseitigen. Den Reinigungsprozess können Sie mit einem Frotteewaschlappen unterstützen, der das Hautfett und den Schmutz mechanisch abreibt. Ist Ihre Haut stark verschmutzt, benutzen Sie zusätzlich eine milde Seife oder ein synthetisches Waschmittel mit leicht saurem pH-Wert von cirka 5,6, um die Schmutzpartikel zu lösen und zu binden. Spülen Sie dann alles mit warmem Wasser gründlich weg.

Creme nicht vergessen

Vor allem die trockene Haut sollte nach jeder Reinigung eingecremt werden, damit sie wieder genug Flüssigkeit und Fett zurück bekommt. Tun Sie das nicht, dauert es Stunden, bis die Talgdrüsen genug eigenes Fett produziert haben, und dann ist höchstwahrscheinlich bereits die nächste Wäsche fällig. Denken Sie dabei auch an Ihre Hände und Ihre Füße! An den Handflächen und an den Fußsohlen sitzen nämlich keine Talgdrüsen.

Duschen oder Baden?

Seit Jahren wird diskutiert, was nun sinnvoller und gesünder ist: eine Dusche oder ein genüssliches Bad. Für beides gibt es gute Gründe. Duschen ist hygienischer als baden, geht schnell, verbraucht weniger Wasser und verhindert das Aufweichen und Austrocknen der Haut. Ein Bad dagegen entspannt auf angenehme Weise und hat sogar heilende Nebenwirkungen, wenn das Wasser mit bestimmten Essenzen angereichert wird. Machen Sie, was Ihnen am liebsten ist. Baden Sie aber nicht so lange, bis Ihre Haut aufgeweicht aussieht. Das nämlich laugt sie aus und zerstört den natürlichen Säuremantel.

Ernährung: Die Pflege von innen

Die meisten Menschen sind der Meinung, dass die Haut vor allem von außen erhalten werden muss. Doch aufgebaut wird die Haut ausschließlich von innen. Daher spielt Ihre Ernährung eine ganz große Rolle. Ist sie abwechslungsreich und ausgewogen, geht es Ihrer Haut bestens. Wenn nicht, zeigen sich die Spuren gerade dort am schnellsten. Extreme Hungerkuren oder eine einseitige Ernährung haben oft Erkrankungen der Haut zur Folge. Die Haut wird dann sehr trocken, die Haare fallen aus und die Nägel werden brüchig.

Sehr wichtig sind in diesem Zusammenhang die Vitalstoffe, wie Mineralien, Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe, ebenso eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr! Trinken Sie aber nicht irgend etwas, sondern in der Hauptsache Mineralwasser. Ist Ihnen schon aufgefallen, wie welk und knitterig Ihre Haut wirkt, wenn Sie zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen haben? Noch ein Tipp: Zu gesunder, schöner und entspannter Haut verhilft Ihnen auch regelmäßiger Schlaf, sportliche Betätigung an der frischen Luft, Zurückhaltung bei alkoholischen Getränken und die Vermeidung von Nikotin.

Unsere Adresse: Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), Hölderlinstraße 8, http://www.gesundheitstelefon-rlp.de/55131 Mainz, Telefon 06131/2069-0.

Vielen Dank für Ihren Anruf und bleiben Sie gesund!