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Handy - Elektrosmog fürs Ohr?

Guten Tag, meine Damen und Herren, herzlich willkommen am Gesundheitstelefon der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. Unser Thema: „Handy’se noch all! – Elektrosmog fürs Ohr?“.

Bei den Handys ergeht es uns wie mit vielen anderen Dingen auch: Als es sie noch nicht gab, hat sie auch keiner vermisst. Mittlerweile gehören Handys zum alltäglichen Leben. Viele Menschen können ohne Handy gar nicht mehr aus dem Haus gehen, weil sie sich dann wie nackt fühlen. Wir haben uns daran gewöhnt, privat und beruflich immer und überall erreichbar zu sein. Doch hat dieser Service Folgen? Die Frage nach den gesundheitlichen Risiken des mobilen Telefonierens wird immer häufiger gestellt.

Laut der Strahlenschutzkommission, die die Bundesregierung berät, ist der Gebrauch von Handys nach dem bisherigen Stand der Forschung ungefährlich, sofern die offiziellen Grenzwerte eingehalten werden. Diese Grenzwerte sind von der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgeschlagen worden und berücksichtigen vor allem thermische Wirkungen. Damit ist nicht gemeint, dass sich das Handy beim Telefonieren erwärmt, denn das kommt von der Entladung des Akkus. „Thermische Wirkung“ bedeutet vielmehr, dass die Handystrahlen im Körper – vergleichbar wie eine Mikrowelle – Wärme erzeugen können. Diese Wärme entsteht vor allem da, wo sich das Handy befindet, also im Gehirn, in den Augen etc. Die Grenzwerte besagen, dass die erzeugte Wärme dem Handybenutzer nicht schadet.

Nicht berücksichtigt wurden von der Strahlenschutzkommission allerdings die so genannten athermischen Wirkungen. Diese werden von Mobilfunkgegnern immer wieder ins Felde geführt. Sie könnten dadurch entstehen, dass die elektromagnetischen Felder beispielsweise Signale zwischen den Körperzellen durcheinander bringen. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Tinnitus, Allergien und Herzrhythmusstörungen könnten theoretisch die Folgen sein. Die Strahlenschutzkommission führt dazu aus, dass es keinen wissenschaftlichen Nachweis gibt, dass diese Effekte unterhalb der geltenden Grenzwerte negative gesundheitliche Auswirkungen haben!

Wer vorsichtig sein möchte, kann jedoch in seinem näheren Umfeld die Zahl der elektromagnetischen Felder reduzieren.

Folgende fünf Regeln sind zu beachten:

• Schalten Sie Ihr Handy aus, wenn Sie es nicht brauchen. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie sich in einem Funkloch wie z. B. Tunnel oder U-Bahn befinden, da das Gerät hier mit voller Sendeleistung versucht, wieder Kontakt zu Sendemasten aufzunehmen.

• Telefonieren Sie – aus dem gleichen Grunde – nur bei möglichst gutem Empfang. Um die Sendeleistung zu verbessern, genügt manchmal ein Schritt zur Seite.

• Bewahren Sie Ihr Handy im eingeschalteten Zustand möglichst weit entfernt vom Körper auf.

• Benutzen Sie ein Head-Set, d.h. wo immer möglich wird die Benutzung einer Freisprechanlage empfohlen.

• Telefonieren Sie kurz und greifen Sie wenn möglich zum Festnetztelefon.

Die größten Gesundheitsgefahren durch das Handy drohen übrigens am Steuer des Autos, aber nicht durch die Strahlung, sondern durch das Unkonzentriertsein. Winzige Momente der Unachtsamkeit können genügen, und der Unfall ist geschehen.

Unsere Adresse: Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), Hölderlinstraße 8, 55131Mainz, Telefon 06131/2069-0.

Vielen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund!