Gesundheit
Gesundheitstelefon
Themen A bis H
Alkohol und Arbeit
Alkoholfreie Drinks
Alkohol als Herzrisiko
Alkohol im Straßenverkehr
Alkoholkonsum
Alkopops
Allergie und Beruf
Allergie und Düfte
Alter - Stürze
Anti Aging
Arbeit und Mobbing
Arbeit und Stress
Asthma und Sport
Augenschutz und Sonne
Behinderung
Bewegung im Alltag
Bewegung im Alter
Bewegung in der Familie
Bewegung ist gesund
Blasenschwäche
Bluthochdruck
Bronchitis
Brustkrebs leben
Brustkrebs - Partner
Brust-Life
Burnout
Computerarbeit
Darmspiegelung
Demenz und Angehörige
Demenz und Musik
Demenz verstehen
Depression - erschöpfte Seele
Depressionen
Diabetes leben
Diabetes Typ 2 verstehen
Diabetes und Sport
Diät als Hungerkur
Drittes Lebensalter
Einfacher leben
Eisenmangel
Erkältung
Erste Hilfe
Extremsport
FamTische - Suchtprävention
Fasching
Fibromyalgie
Fieber
Fingernägelkauen
Fit am Arbeitsplatz
Fit an Feiertagen
Fit im Frühling
Fit im Herbst
Fit im Sommer
Fit im Winter
Frauengesundheit
Früherkennung von Krebs
Gartenarbeit
Geschlechtskrankheiten
Gestörter Schlaf
Gesund älter werden
Gesunde Schwangerschaft
Gesunder Schlaf
Gesundheits-Check
Gewalt gegen Frauen
Grippewelle
Gut gesund leben
Handy
Hausmittel
Hausstaubmilbe
Haut als Schutzmantel
Haut im Winter
Hautkrebsvorsorge
Herbstdepression
Herzinfarkt erkennen
Herzinfarkt - Vorboten
Heuschnupfen
Hildegard von Bingen
Hirntraining
Hitzealarm
Gesund durch die närrischen Tage
Guten Tag, meine Damen und Herren, herzlich willkommen am Gesundheitstelefon der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. Unser Thema: „Gesund durch die närrischen Tage“.
Jetzt ist es endlich wieder so weit, worauf sich viele von uns sich schon monatelang vorbereitet haben: die Fastnacht ist da und treibt all ihre Narren auf die Gasse, auf dass sie in fröhlicher Einheit die „Fünfte Jahreszeit“ begießen. Das bleibt bekanntlich nicht ohne Folgen. Meist lässt der Kater am darauf folgenden Morgen nicht auf sich warten.
Angenehm ist das wirklich nicht: Brummender Schädel, Nachtdurst, Kreislauf-Störungen, Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit, schlechte Laune, Schlappheit, Magenbeschwerden – der Morgen nach einer feucht-fröhlichen Nacht ist ziemlich ernüchternd. Woran liegt das?
Als Hauptursache des alkoholbedingten „Brummschädels“ vermutet man Acetaldehyd. Diese Substanz entsteht beim Alkoholabbau und ist ein Gift für die Nerven. Alkohol spült auch vermehrt Wasser und Mineralien aus dem Körper. Der Mangel macht sich durch Durst und Kopfschmerzen bemerkbar. Der Mangel an den Mineralsalzen hat auch Auswirkungen auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Dies macht sich bemerkbar durch: Schlappheit. Dann enthalten vor allem harte Drinks, aber auch Rotwein und obergäriges Bier noch Fuselalkohole. Die sind besonders unverträglich.
Also, was tun? Vorbeugen ist besser als heilen, heißt ein altes Sprichwort. Das gilt auch während der närrischen Tage:
• Zunächst, für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre heißt es generell: Hände weg vom Alkohol! Denn gerade für sie hat der Alkoholkonsum gravierende Folgen – der junge Organismus reagiert besonders empfindlich auf Alkohol als Gift für Nerven und innere Organe.
• Doch auch Erwachsene sollten besonnen die
närrischen Tage genießen.
Bevor es losgeht, nehmen Sie eine deftige Mahlzeit zu sich. Es muss ja
nicht unbedingt der fette Hammelbraten sein. Besser geeignet sind
Bratkartoffeln, eingelegter Hering oder Nudelsalat. Durch das Fett
schließt sich der Magenausgang eine Weile und die
Alkoholaufnahme ins Blut wird verlangsamt. Dann heißt es:
trinken, trinken, trinken – aber nicht noch mehr alkoholische
Getränke. Nehmen Sie am besten nach jedem Glas Wein oder Bier
ein Glas Wasser oder Apfelschorle zu sich. Damit gleichen Sie den durch
den Alkohol bedingten Flüssigkeitsverlust wieder aus.
• Trinken Sie möglichst nur eine Sorte Alkohol an einem Abend, und am besten mit wenig Zucker. Cocktails und die bunten Alkopops machen am meisten Kopfweh. Meiden Sie auch warme und sehr süße Getränke, wie etwa Punsch und Grog, denn die können Ihnen richtig zusetzen.
• Denken Sie daran, dass Frauen prinzipiell weniger vertragen als Männer. Auch das Gewicht spielt eine große Rolle; Menschen, die etwas mehr auf den Rippen haben, können sich normalerweise etwas mehr Alkohol gönnen als andere.
Irgendwann ist dann der schönste Abend zu Ende, und es heißt: nach Hause gehen. Und das sollten Sie durchaus wörtlich verstehen. Denn durch die frische Luft und die Bewegung wird der Abbau des Alkohols angekurbelt. Bei längeren Heimwegen sind natürlich auch Busse und Taxen erlaubt...
• Wer schon vor Beginn des Nachhausewegs wieder klar im Kopf werden möchte, trinkt zum Abschluss normalerweise einen starken Kaffee oder Espresso. Besser als das Koffein wirkt jedoch folgender alte Trick: Schwarztee mit Zitrone und Kandiszucker. Oder mehrere Tassen Lindenblütentee. Vorsicht: Die Promille im Blut bleiben erhalten. Auto also trotzdem stehen lassen!
Zuhause angekommen, haben Sie eine weitere Gelegenheit, etwas gegen den Kater am nächsten Morgen zu tun:
• Gleichen Sie den Mineralverlust aus. Dazu gibt es in der Apotheke entsprechende Tabletten oder Beutelchen mit einem Mineralstoffpräparat. Wer zu den Brottrunkanhängern gehört, sollte jetzt noch ein großes Glas davon trinken. Das bewirkt Wunder. Statt Brottrunk können Sie auch Bullrichsalz oder ein anderes Mittel zum Entsäuren nehmen.
• Wenn Sie zu Sodbrennen neigen, müssen Sie jetzt vor dem Zubettgehen noch etwas machen. Denn beim Sodbrennen schwappt ja ätzende Salzsäure vom Magen in die empfindliche Speiseröhre hoch. Dies ist auf Dauer gefährlich. Beugen Sie auch hier vor und nehmen Sie einen Protonenpumpenhemmer ein. Dieses Medikament verhindert in den Zellen der Magenschleimhaut die Bildung von Magensäure.
• Hat sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen
am nächsten Morgen der Kater eingefunden, haben wir auch
für diese Situation einige Hausmittel für Sie:
Wenn Sie starken Durst haben, trinken Sie Mineralwasser und
Apfelsaftschorlen. Auch ein Gemüsesaft mit vielen Vitaminen
oder ein großes Glas Brottrunk sind empfehlenswert. Auf
keinen Fall sollten Sie mit dem weitermachen, womit Sie am Abend
aufgehört haben. Jedenfalls nicht, wenn es sich um Alkohol
gehandelt hat!
• Wenn Sie unter sehr starken Kopfschmerzen leiden, dann nehmen Sie noch einmal eine Tablette. Aspirin oder Paracetamol sind am besten geeignet. Lösen Sie auch einen weiteren Beutel Elektrolytpulver in Wasser auf. Damit können Sie übrigens auf den eingelegten Hering verzichten, der auch nicht mehr gegen die Kopfschmerzen zu bieten hat als Mineralsalze.
• Wenn Sie gar nicht in die Gänge kommen sollten, dann machen Sie einen Einlauf mit einem Liter körperwarmem Wasser. Sie brauchen dazu ein Klistierbällchen aus der Apotheke. Das füllen Sie mit dem Wasser, schieben den dünnen Applikator so weit es geht in den Darm und drücken das Wasser hinein. Beim anschließenden Stuhlgang werden auch die giftigen Abbauprodukte des Alkohols ausgeschieden.
• Danach frühstücken Sie gut, wenn es geht, und machen Sie einen Spaziergang an der frischen Luft. So fühlen Sie sich bald wieder fit.
Unsere Adresse: Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), Hölderlinstraße 8, 55131 Mainz, Telefon 06131/2069-0.
Vielen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund!






