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Fühl Dich wohl - leben mit Bluthockruck
Guten Tag, meine Damen und Herren, ich begrüße Sie am Gesundheitstelefon der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. Unser Thema: „Fühl dich wohl – leben mit Bluthochdruck“.
Wegen seiner weiten Verbreitung wird der Bluthochdruck als
„Killer Nr. 1“ bezeichnet. Er heißt auch
der „schleichende Tod“, weil man seine Vorboten,
die ersten Symptome, nicht als gefährlich wahrnimmt. Im
Gegenteil: Hypertoniker – die Menschen mit Bluthochdruck
– fühlen sich meist lange Zeit besonders wohl und
vital. Trotzdem richtet der hohe Blutdruck auch schon in dieser Zeit
Gefährliches in den Blutgefäßen an und kann
zu Schlaganfall, Herzinfarkt und vielen anderen
Gefäßerkrankungen führen. Wie kann man sich
das vorstellen?
Das fließende Blut drückt ähnlich wie bei
einem prallen Wasserschlauch nicht nur in Richtung
Blutgefäß, sondern auch gegen die Wände der
Arterien. Diese Kraft wird als Blutdruck gemessen. Er ist am
höchsten, wenn sich das Herz anspannt und das Blut in die
Gefäße drückt. Am niedrigsten ist der
Druck, wenn das Herz erschlafft und sich von neuem mit Blut
füllt. Deshalb haben wir zwei Blutdruckwerte, einen
systolischen – höheren Wert und einen diastolischen
– niedrigeren Wert. Als optimal werden Blutdruckwerte von
systolisch 120 und diastolisch 80 mmHg (sprich: Millimeter
Quecksilbersäule) definiert.
Studien zeigen, dass bereits bei Blutdruckwerten über 130/85 mmHg die Anzahl der Erkrankungen von Herz und Kreislauf zunehmen und sogar zum Tode führen können. Hingegen nimmt das Risiko von Herzkreislauferkrankungen um so mehr ab, je stärker der Blutdruck gesenkt wird.
Gefährlich ist diese Krankheit deshalb, weil mit dem
Blutdruck auch feste Bestandteile wie zum Beispiel Blutfette gegen die
Gefäßwände gedrückt werden. Durch
diese Ablagerungen wird die Elastizität stark
eingeschränkt – der Druck steigt weiter. Auf Dauer
ist dieser Zustand deshalb so gefährlich, weil die
Gefäße und vor allem die Ablagerungen
einreißen können. Passiert dies im Gehirn, spricht
man von Schlaganfall. Geschieht es am Herzmuskel, nennt man es
Herzinfarkt. Außerdem wird das Herz selbst ständig
belastet, da es gegen einen immer höheren Druck
ankämpfen muss mit der Folge, dass es irgendwann
schwächer wird – eine Herzmuskelschwäche
ist entstanden.
Um diese Folgeschäden zu vermeiden, muss der Bluthochdruck
frühzeitig und konsequent behandelt werden. Jede
Blutdrucksenkung bedeutet einen Gewinn an Lebensjahren. Zuerst sollte
man die so genannten Risikofaktoren abbauen, sprich die Gewohnheiten in
Richtung gesunde Lebensführung umstellen. Wichtig ist eine
Einschränkung des Kochsalzverbrauchs von den üblichen
12 bis 15 Gramm auf 4 bis 6 Gramm pro Tag. Dies bewirkt meist eine
Senkung des Blutdrucks um 10 bis 15 mmHg. Bei einer Verringerung auf 3
Gramm pro Tag ist mit einer ausgeprägten Blutdrucksenkung zu
rechnen.
Durch regelmäßige körperliche Bewegung kann der Blutdruck günstig beeinflusst werden, am besten ist Ausdauersport. Weiterhin führt eine Verringerung des Übergewichts bei den meisten Patienten zu einer Normalisierung der Blutdruckwerte. Wichtig ist auch, Stress zu vermeiden, die Alkoholmenge einzuschränken und STOP mit dem Rauchen!
Arzneimittel werden dann verordnet, wenn durch die allgemeinen Maßnahmen keine ausreichende und dauerhafte Blutdrucksenkung erzielt werden kann. Hier sollte man dem Arzt vertrauen und vor allem die Medikamente regelmäßig einnehmen.
Unsere Adresse: Landeszentrale für
Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG),
Hölderlinstraße 8, 55131Mainz, Telefon 06131/2069-0.
ielen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund!






