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Anti Aging - ist das Altern wirklich aufzuhalten?
Guten Tag, meine Damen und Herren, herzlich willkommen am Gesundheitstelefon der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. Unser Thema heute: „Anti Aging – ist das Altern wirklich aufzuhalten?“
Jung, gesund und schön – bis ins hohe Alter. Ein alter Traum der Menschen. Und ein junger moderner noch dazu. Aber nie in der Geschichte schien der Traum vom (fast) ewigen Leben so greifbar wie heute. Vom „Anti Aging“ sagen Laien und Mediziner, dass es der Megatrend unseres Jahrhunderts wird. Zwei Altersforscher haben sogar die Wette darüber abgeschlossen, ob wir künftig 150 oder nur 130 Jahre alt werden. Hintergrund dieser Wette sind neue Erkenntnisse in der Genetik, mit denen sich das Leben vielleicht verlängern lässt.
Alt geworden sind die Menschen schon immer. Laut Überlieferung erreichten einige griechische Philosophen immerhin die 90. Dem alttestamentlichen Joshua werden sogar 110 Jahre nachgesagt. Diese Fähigkeit des Menschen, ein „biblisches“ Alter zu erreichen, ist jedoch nicht mit der durchschnittlichen Lebenserwartung zu verwechseln. Abhängig von Krankheiten, Seuchen, Kriegen und unzureichender Ernährung war die durchschnittliche Lebenszeit gerade in den vergangenen Jahrhunderten relativ gering. Ein deutlicher Aufwärtstrend dieser durchschnittlichen Lebenserwartung macht sich in unserem Kulturkreis jedoch seit einigen Generationen wieder bemerkbar. Und sie soll sich noch weiter erhöhen und der Mensch dabei gesund bleiben. „Länger gesund leben“ – so lautet das Motto der Anti-Aging-Medizin. Insofern ist Anti Aging eigentlich nichts Neues.
Doch wenn wir heute von Anti Aging sprechen, dann scheint der Jungbrunnen vor allem in der Einnahme von Hormonen zu bestehen. Vor allem Männer, die nach neuen Erkenntnissen auch eine Art „Wechseljahre“ erleben können, sollen durch die Einnahme von Hormonen jung und vital bleiben. Sexualhormone, das Wachstumshormon DHEA und das Schlafhormon Melatonin werden diskutiert. Sehr viele seriöse Mediziner raten aber von der Einnahme dieser Anti-Aging-Hormone ab, vor allem deshalb weil Langzeitstudien fehlen. Vor der Einnahme sollte jedenfalls immer ein Hormonstatus des Blutes gemacht werden.
Für seriöse Anti-Aging-Mediziner besteht der neue Trend nicht nur in der Gabe von Hormonen, sondern vor allem im gesunden Leben:
• Vitamin- und mineralstoffreich essen. Vor allem sollte der Säure-Basen-Haushalt berücksichtigt werden, wonach säurebildende Nahrungsmittel wie zum Beispiel Kaffee, Alkohol und auch Fleisch reduziert werden, und mehr basenbildende Nahrungsmittel, vor allem Kartoffeln und grünes Gemüse auf den Teller kommen.
• Sport nach dem Motto: „Durch Bewegung 20 Jahre lang 40 Jahre jung bleiben.“ Regelmäßiger moderater Ausdauersport bewirkt vor allem, dass wir unseren negativen Stress besser verarbeiten und die Stresshormone unseren Körper nicht angreifen können.
• Entspannungstechniken: Zwischen Gehirn, Immunsystem und dem hormonellen System findet ein ständiger Dialog statt, hat der bekannte Kölner Forscher Professor Gerd Uhlenbruck herausgefunden. Dies hat die Anti-Aging-Medizin vor Augen, wenn sie zum Beispiel die regelmäßige Anwendung von Entspannungstechniken empfiehlt.
Jetzt haben Forscherinnen und Forscher der University of Connecticut ein Gen entdeckt, das möglicherweise die Lebenszeit bestimmt. Dieses Gen könnte man verändern und dadurch die Lebenszeit verlängern. Bei Fliegen hat es funktioniert, was die eingangs zitierten Wissenschaftler zu ihrer Wette brachte. Bis diese Dimension des Anti Aging einmal erreicht sein sollte, kann es jedenfalls nichts schaden, mit einer gesunden Lebensweise sein Altern hinauszuzögern.
Unsere Adresse: Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), Hölderlinstraße 8, 55131Mainz, Telefon 06131/2069-0.
Vielen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund!






