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HOMEPAGE DER EUROPÄISCHEN WELLNESS UNION

Ich fühl’ mich einfach gut.

“Wellness” als Begriff stammt aus Nordamerika. Er steht für eine praxisorientierte Lebensphilosophie, deren Ziel das größtmögliche körperliche und geistig/seelische Wohlbefinden des einzelnen ist. Ein sorgsam kultiviertes Umfeld gehört zu den maßgeblichen Rahmenbedingungen: harmonische private Beziehungen, persönlichkeitsfördernde Einbindungen in das Wirtschafts- und Gesellschaftsleben und behutsame ökologische Verhaltensmuster. Wellness ist somit keine Mode, die in Europa noch nachgeahmt wird, obwohl in den USA längst wieder “out”. “Wellness” hat sich als internationale Verständigungsbasis für ein Wiederbesinnen auf zeitlos gültige Einsichten und Empfehlungen durchgesetzt.

Allein in Europa sind beispielsweise aus dem vorchristlichen Griechenland die sechs Regelkreise des Arztes und Naturforschers Hippokrates (ca. 400 v. Chr.) überliefert, die das gesamte Lebenspanorama überspannen <Vordenker>. Im Mittelalter hatte die deutsche Äbtissin Hildegard von Bingen (12. Jahrhundert) ganzheitliche Lebensordnungsprinzipien im Sinne der heutigen Wellnessidee aufgestellt. Andere folgten mit änlichen Ratschlägen, etwa Sebastian Kneipp und Samuel Hahnemann.

USA leisten Pionierarbeit

Wie am stetigen Vordringen der Zivilisationskrankheiten und an der Überlastung des Sozialversicherungssystems abzulesen ist, wußten die modernen Erfolgsmenschen und Wohlstandsbürger damit nicht viel anzufangen. Als einzigem unter den Industrieländern gelang den USA eine allmähliche Umkehr des Vordringens neuzeitlicher Gesundheitsrisiken und Befindensstörungen. Grund genug, diese Pionierarbeit etwas genauer zu untersuchen.

Die Wende begann schon vor rund 25 Jahren mit der zunächst rein körperbezogenen Fitnesswelle. Ab 1972 folgte die umfassendere Wellnessbewegung, deren wissenschaftliche Grundlagen an der Universität Stevens Point (Wisconsin) geschaffen wurden. Inzwischen bestehen an mehreren Hochschulen entsprechende Studiengänge, praktisch gefördert von allen wichtigen Gesellschaftsbereichen wie Politik, Wirtschaft, Gesundheitssektor, Bildung, Freizeitgestaltung und anderen.

Das “Europäische Wellness Modell”

In Deutschland hat die AKTION PRÄVENTION in den achtziger Jahren damit begonnen, längst verfügbare wissenschaftliche Erkenntnisse in eine erfolgversprechende Kombination von Maßnahmen für aufgeklärteres Gesundheitsbewußtsein und selbstverantwortliches Gesundheitsverhalten umzusetzen. Vorausgegangene staatliche und private Projekte hatten dieses Ziel verfehlt.

So entstand das “Europäische Wellness Modell” als eine ganzheitliche Lebensrezeptur. Es zog die umfangreichen amerikanischen Erfahrungen mit in Betracht, vermied jedoch unkritisches Nachahmen der dort - unter andersartigen Lebensverhältnissen - funktionierenden Konzepte. 1990 wurde auf dieser sorgsam erarbeiteten Basis die EUROPÄISCHE WELLNESS UNION (EWU) gegründet.

Im Mittelpunkt aller Bestrebungen der EWU steht der Mensch - als Individuum wie auch als soziales Wesen. Sein Lebensgefühl und dessen Ausstrahlung auf das Umfeld hängen ab von der Summe positiver oder negativer Signale aus verschiedenen Bereichen, die in vielfältigen Wechselbeziehungen stehen. Dieses Panorama läßt sich als Sechseck, das sogenannte “Wellness-Barometer”, darstellen, das auch zum Veranschaulichen von Befindenslagen dient.

Es kommt darauf an, die individuell recht unterschiedlichen Reaktionen auf äußere Einflüsse und innere Impulse so zu fördern, daß daraus das jeweils optimale Wohlbefinden entsteht. Deshalb vermittelt die Wellness-Strategie systematisch ineinandergreifende Instrumente. Mit ihrer Hilfe können gleichzeitig gesteigert werden:

  Körperliches Fitsein

  Geistige Beweglichkeit

  Seelische Belastbarkeit

  Positive Arbeitseinstellung

  Harmonisches Privatleben

  Einklang mit der Umwelt

Das Europäische Wellness Modell, Basis der Arbeit der EWU, hebt sich von oberflächlichen Werbefloskeln ab, bei denen das Wort neuerdings für kommerzielle Interessen mißbraucht wird. Durch seinen ganzheitlichen Ansatz im Sinne einer “Lebenstiltherapie” unterscheidet es sich sogar von den durchaus seriösen bisherigen Vorhaben zur Gesundheitsförderung, die in ihrer Mehrzahl auf Einzelgebiete (zum Beispiel Sport, Ernährung, Genußmittelmißbrauch, Streßbewältigung, Freizeit u. a.) oder unvollständige Zufallskombinationen daraus festgelegt sind.

Die innovative Leistung des EWU-Konzepts liegt in der systematischen Verzahnung gleichgerichteter Kräfte aus all jenen Bereichen, die zur Steigerung von Lebensenergien beitragen können. Das führt über den üblichen Gesundheitsbegriff hinaus. Insofern versteht sich die EWU nicht als Konkurrentin anderer Einrichtungen, sondern als Netzwerk zum Bündeln qualifizierter Angebote jeglicher Herkunft.

Konkret besteht das Leistungsspektrum aus einer Folge von physischen, mentalen, emotionalen und kommunikativen Trainingsschritten. Darin finden erprobte Methoden zur Gesundheitsvorsorge und Persönlichkeitsentfaltung (u. a. Körperübungen für Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft, Ernährungsratschläge, Entspannungstechniken, Positives Denken, Meditation, sozialverträgliche Selbstbehauptung und Entwicklung von Zukunftsperspektiven) einen angemessenen Platz.

Von anderen Kulturkreisen lernen

Sie werden ergänzt durch sorgsam ausgewählte Gesundheitspraktiken anderer Kulturkreise, insbesondere aus der asiatischen und indianischen Erfahrungsmedizin. Vor allem aber berücksichtigt das EWU-Konzept stets auch beachtenswerte Forschungsergebnisse.

Zur Zeit gilt das beispielsweise für die jüngsten Erkenntnisse der Psycho-Neuro-Immunologie (PNI) über die biochemische Selbststeuerbarkeit der Gefühle, der Befindlichkeiten und sogar der körpereigenen Abwehrsysteme gegen Krankheitserreger.

Das Sich-rundum-Wohlfühlen eines Menschen ist nur unter Einschluß der Außenwelt erreichbar. Das Wellness-Programm muß daher “alltagstauglich” sein. Das heißt, es muß für unterschiedliche persönliche Situationen und gesellschaftliche Einbindungen brauchbare Gestaltungsmöglichkeiten bieten.

Das EWU-Maßnahmenspektrum umfaßt:

  Wissensvermittlung und Verhaltenstraining durch Vorträge, Seminare, Workshops, betriebsinterne Schulungskurse - auch im Rahmen beruflicher Fortbildungsangebote anderer Veranstalter. Adressaten sind Einzelinteressenten oder geschlossene Gruppen, etwa Mitarbeiter von Firmen.

  Langfristige, die neugewonnenen Orientierungspunkte sichernde Nachbetreuung der Teilnehmer, insbesondere mit Hilfe qualifizierter Partner am Wohnort und periodischer Aufbaukurse

  Präsentationen, Konzepte, begleitende Beratung für Unternehmen, Verbände, Behörden, Krankenkassen, Bildungsinstitutionen, Kur- und Erholungsorte, Hotellerie, Freizeitbranchen

  Zusammenarbeit mit medizinischen und anderen gesundheitsbezogenen Berufen bei der Schulung sowie beim koordinierenden Einsatz von Fachkräften, Förderung geeigneter Einrichtungen einschließlich des in Europa noch unzureichend genutzten Potentials der Krankenanstalten

  Literaturdienst, Öffentlichkeitsarbeit, internationale Kontakte, Produktinformationen

In Jahrzehnten gewachsene Denk- und Verhaltensweisen, Wertvorstellungen und Rahmenbedingungen lassen sich nicht im Eilschritt ändern. Daher ist ein tiefgestaffeltes Programm erforderlich. Die Chancen eines dauerhaften Kurswechsels steigen in dem Maße, in dem der einzelne überzeugt wird, daß er mit Hilfe von “Wellness” seine Lebensfreude und Lebensqualität stetig erhöhen kann.

“Wellness ist eine zu wichtige Sache, als daß sie mit tierischem Ernst betrieben werden dürfte.”
Dr. Donald B. Ardell, University of Central Florida
Vordenker der amerikanischen Wellnessbewegung

Um diese Einsicht noch zu fördern, handelt die EWU nach dem bereits von der AKTION PRÄVENTION vorgegebenen Motto “Gesundbleiben macht Spaß”. Denn Wellness erlebt, wer von sich sagen kann: “Ich fühl’ mich einfach gut.” Fitnesswahn, Diätfanatismus und mystisches Asketentum haben in diesem Konzept keinen Platz.

 

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